Evakuierungsberechnungen

Unter Anwendung von allgemein anerkannten und in der Praxis bewährten Methoden des Brandschutzingenieurwesens lassen sich in baulichen Anlagen wie Versammlungsstätten, Industrieanlagen, Büro- oder Verwaltungsgebäude Evakuierungszeiten ermitteln und Personenströme analysieren.

Eine Evakuierungsberechnung wird benötigt um Voraussagen treffen zu können, inwieweit eine Gruppe von Personen in einer bestimmten Zeit, von ihrem jeweiligen Aufenthaltspunkt in einem Objekt einen Ausgang oder sicheren Bereich erreicht.

Unter Zuhilfenahme dieser Ingenieurmethoden können auf innovative Weise Abweichungen von bauordnungsrechtlichen Anforderungen begründet werden.

Bemessungsmethoden zum Nachweis raucharmer Schichten

Der Nachweis raucharmer Schichten wird nach Maßgabe der Regelungen der jeweiligen Bundesländer gefordert. Er kann auf Grundlage von DIN 18232-2 (Natürliche Rauchabzugsanlagen) oder DIN 18232-5 (Maschinelle Rauchabzugsanlagen) erfolgen.

Die Bemessung ist ausschlaggebend für die Festlegung von entsprechenden Rauchabzugsanlagen. Auf die raucharme/ rauchfreie Schicht sind Personen in einem Brandszenario angewiesen um sicher Räume über eine bestimmte Zeitdauer zu verlassen.

Brandlastermittlung

Auf Basis von ermittelten Brandlasten werden durch das Rechenverfahren nach DIN 18230-1 insbesondere eine Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen einer baulichen Anlage ermittelt.

Hierbei werden alle Stoffe und Materialien in einem Gebäude oder einem Teil des Gebäudes erfasst, die sich an einem Brandgeschehen beteiligen können. Diese Stoffe und Materialien nehmen bei einem Brand direkten Einfluss auf die Standsicherheit von Bauteilen bzw. Tragwerkkonstruktionen von Gebäuden.

Um den gesamten Energieumsatz, den alle Stoffe und Materialien auf die Gebäudekonstruktion im Falle eines Brandes abgeben, feststellen zu können, werden Brandlastermittlungen durchgeführt.

Bei Anwendung dieser Ingenieurmethoden lassen sich innovativ Abweichungen von bauordnungsrechtlichen Anforderungen realisieren.